In Wels trafen sich die Funktionäre und Mitglieder der Freiheitlichen Bauernschaft um ihren Landestag abzuhalten. Zentrale Themen waren Preisverfall, Freihandelsabkommen und Bauernsterben.

Im Welios, unmittelbar neben dem Welser Volksfest, versammelten sich am Samstag, den 10. September die Delegierten zum Landesagrartag, um ihren Obmann, LAbg. LKR Ing. Franz Graf einstimmig – und in geheimer Wahl – zu bestätigen. Zu seinen Stellvertretern wurden die beiden Landwirtschaftskammerräte Alois Ganglmayr (GR) und Alois Affenzeller (FR) gewählt.

Dem Leitantrag „Freie Bauern, starkes Land“ stimmten die Delegierten mit 100 Prozent zu. In seiner Rede warnte Graf eindringlich vor den Gefahren von TTIP und CETA für die heimische Landwirtschaft. „Diese Abkommen stellen eine massive Gefahr für die heimische Landwirtschaft dar und würden das europäische Scheunentor für eine Flut von minderwertiger Industrienahrung weit öffnen“, mahnt Graf.

Verantwortungslose EU-Politik

Eine verantwortungsvolle EU-Politik schaut auf krisensichere Eigenversorgung mit Lebensmitteln, die diesen Namen auch verdienen und nicht darauf, dass Eiweiß-importe aus Übersee unsere Märkte aus dem Gleichgewicht bringen. „Nur so wäre für unsere Konsumenten und Bauern die europäische Politik glaubwürdig und hilfreich“, übt Graf Kritik an der europäischen Agrarpolitik. Die vor einigen Monaten getätigten Aussagen der Herrn Auer und Reisecker: „Wir Bauern stehen hinter TTIP“, wurden aufgrund des wachsenden öffentlichen Widerstandes jetzt von beiden revidiert. Dieses Zurückrudern des Bauernbundes ist nicht glaubwürdig. „Wir Freiheitliche sagen NEIN zu TTIP zum Schutz unserer Landwirte und der Menschen in unserem Land“, so Graf abschließend.