Ab Oktober 2016 will Österreich eine freiwillige Milchmengenreduktion mit finanzieller Unterstützung durch die EU umsetzen. Für einen Zeitraum von sechs Monaten wird für jedes nicht gelieferte Kilogramm Milch 14 Cent gezahlt – bis zum Erreichen der verfügbaren finanziellen Mittel.

Das Hilfspaket besteht aus einer EU-weit angebotenen Milchreduktionsmaßnahme und einer von den Mitgliedstaaten zu gestaltenden außergewöhnlichen Anpassungsmaßnahme. Die Milchreduktionsmaßnahme ist ein auf EU-Ebene erstmals zur Anwendung kommendes freiwilliges Instrument zur Mengensteuerung. Ziel der Maßnahme sei es, das Angebot an die Nachfrage heranzuführen und so die Grundlage für bessere Milchpreise zu schaffen. Damit soll ein wichtiges Signal am internationalen Milchmarkt gesetzt werden.

Die zur Verfügung stehenden Mittel sind daher ein Angebot an die Milchbetriebe, ihre Anlieferungsmenge über ein halbes Jahr von Oktober 2016 bis März 2017 zu reduzieren, heißt es aus dem Ministerium. Auf Initiative von Österreich konnte erreicht werden, dass die Mindestantragsmenge von ursprünglich 3.000 Kilogramm Milch auf nunmehr 1.500 Kilogramm halbiert wurde. Damit wird kleineren Betrieben der Zugang zur Maßnahme erleichtert. Für diese Maßnahme stehen 150 Mio. Euro EU weit zur Verfügung. Weitere 5,86 Mio. Euro davon erhält Österreich für nationale Entlastungsmaßnahmen.