Täglich werden in Österreich 22,4 Hektar Äcker und Wiesen zugebaut. Das entspricht umgerechnet Tag für Tag der Fläche von 31 Fussballfeldern. Die freiheitliche Bauernschaft warnt bereits seit Jahren davor, dass durch diese Bauwut die Versorgung mit Lebensmitteln für die Bevölkerung massiv eingeschränkt werden könnte.

Pro Tag wird in unserer Heimat ein Bauernhof durch Verbauung für Straßen, Siedlungen, Einkaufszentren oder Industriehallen zerstört. Diese Flächen stehen den nachfolgenden Generationen für die Produktion von Lebensmitteln nicht mehr zur Verfügung. Selbst bei einem Rückbau würde die Bodenverdichtung eine landwirtschaftliche Nutzung auf Jahre und Jahrzehnte verhindern.

„Wir alle gehen mit der Lebensgrundlage Boden viel zu sorglos um. Wenn wir so weitermachen, haben wir in 200 Jahren keine Felder und Wiesen mehr, auf denen wir unsere heimischen Nahrungsmittel erzeugen können“, so etwa Kurt Weinberger, Initiator vieler Bodenschutzmaßnahmen.

Die Freiheitliche Bauernschaft brachte im Juni 2016 in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer OÖ den Antrag ein, in einem ersten Schritt gegen den Bodenverlust, die Entschädigungssätze für land- und forstwirtschaftliche Flächen bei Straßenabtretungen an die ortsüblichen Baulandpreise anzupassen. Damit soll der allzu sorglose Umgang mit wertvollen Acker- und Waldflächen eingeschränkt werden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Nun ist die Landesregierung gefordert, die Bauernforderung aufzugreifen.