Die Einkünfte in der Land- und Forstwirtschaft fielen auch im Jahr 2015 wieder dramatisch. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Einkommen um 17 Prozent. Das ist bereits das vierte Minus in Folge. Durchschnittlich betrugen die Einkünfte nur mehr 19.478 Euro pro Betrieb, wie die Vorarbeiten zum Grünen Bericht 2016 belegen.

Extreme Wetterereignisse, niedrige Erzeugerpreise und generell höhere Kosten für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind demnach vor allem ausschlaggebend für diese unheilvolle Entwicklung. Auch die neue Einheitswertberechnung verschärft die Lage für Bauern und Waldbesitzer. Bundesminister Andrä Rupprechter (Bild) hat außer warmen Worten keine Lösungskonzepte für die bedrängten Bauern. Er empfiehlt „zusammenzurücken und auf unsere Stärken“ zu bauen. Worte helfen den Bauern aber nichts!

Es gilt jetzt, rasche und unbürokratische und vor allem nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um den Bauern zu helfen: Frost- und Hagelschäden müssen reguliert, das Programm Ländliche Entwicklung muss weiterentwickelt und Verbesserungen bei Investitionsmaßnahmen müssen umgesetzt werden.

Auch die Exportinitiativen für österreichische Produkte müssen verstärkt werden, um den Absatzmarkt für heimische Erzeugnisse am Weltmarkt zu vergrößern. Die Russland-Sanktionen sind ebenfalls ein großer Hemmschuh für die heimische Landwirtschaft. Österreich als neutralem Land steht eine Beteiligung an diesen Sanktionen – abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden – nicht gut zu Gesicht.

Alles in allem bedarf es nun einer gemeinsamen Anstrengung aller verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, damit das Bauernsterben aufgehalten wird.