Die Aufhebung der Milchkontingentierung und dem darauffolgenden Preisverfall hat unsere Milchviehbetriebe an den Rand des wirtschaftlichen Abgrundes gebracht. Wenn von der Politik keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden, wird es zu einer noch nie dagewesenen Schließungswelle unserer Milchviehbetriebe kommen, mit fatalen Folgen für den gesamten ländlichen Raum und die Berggebiete unserer Heimat.

Ohne Milchwirtschaft wird es keine flächendeckende Bewirtschaftung der Berggebiete mehr geben, weil ganz einfach die wirtschaftlichen Alternativen fehlen. Mit dem Niedergang der Landwirtschaft in benachteiligten Gebieten stirbt auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette.

Beispiele für solche fatalen Entwicklungen gibt es in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa. Umso erschreckender ist es, dass die ÖVP-dominierte Agrarpolitik diese Entwicklung mit einer Kaltschnäuzigkeit hinnimmt die ihresgleichen sucht. Von der heimischen Agrarpolitik gibt es keine Lösungen und die von der EU vorgeschlagenen Mengenbegrenzungsmaßnahmen bringen keine dauerhafte Absicherung unserer Milchviehbetriebe.

Die Freiheitliche Bauernschaft ist stets für die Beibehaltung der Milchkontingentierung eingetreten und fordert die Wiedereinführung. Wir sind noch einen Schritt weiter gegangen und fordern überdies eine dauerhafte wirtschaftliche Absicherung der Milchwirtschaft im Berggebiet!