Eines der wichtigsten Themen momentan ist, die Rahmenbedingungen EU-weit so zu gestalten, um unsere Familienbetriebe, auf denen meist generationsübergreifend gearbeitet wird, zu erhalten.

Klein- und Mittelbetriebe erhalten unser Land. Desto kleinstrukturierter die Landwirtschaft in Österreich ist, umso sicherer sind die Arbeitsplätze unserer Kinder. Das schönste ist es jedoch, unsere Kinder aufwachsen zu sehen. In der Landwirtschaft haben sie noch die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten in der Natur zu erlernen und den Kreislauf des Lebens hautnah mitzuerleben.

Speziell für uns Frauen stellt dieser Beruf oft eine Doppelbelastung dar. In Familienbetrieben und bäuerlichen Großfamilien können sich Frauen in der Kinderbetreuungszeit nach der Geburt nicht allein dem Kind widmen, sie sind am Betrieb fix eingebunden. Das System der Pensionsanrechnungszeit, bei dem nicht jedes einzelne Kind gerechnet wird, sondern der Zeitraum der Betreuung vom ersten bis zum nächsten Kind, kommt diesen Familien nicht entgegen.

Familienbetriebe erhalten Traditionen und die Kultur unserer Heimat, auch wenn es keinen finanziellen Mehrwert bringt. Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wenn sich Bauernhöfe in Zukunft zu Großkonzernen entwickeln sollten, bei denen es Geschäftsführer und Ein-Euro-Arbeiter gibt, bedeutet das einen Verlust von Tradition und Kultur.