Mitte 2015 forderte eine lose Allianz aus Naturfreunden, Alpenverein, Grünen und privaten Initiativen die komplette Öffnung aller Forstwege für Radfahrer. Zunächst wurde von Seiten der Waldbesitzer, der Forstwirtschaft und der Jäger mit einer Unterschriftenaktion dagegen vorgegangen. Nun meldeten auch die Landwirtschaftskammer, der Forstverein und andere Interessenvertretungen ihre Bedenken an.

Ob Durchforstungen, Holzernte, das Setzen von Pflanzen, der Schutz vor Naturgefahren, der Jagdbetrieb oder der Bau von Forststraßen, täglich sind Tausende Menschen damit beschäftigt, diese Aufgaben zu erledigen. “Die Arbeiter im Wald müssen auf ihre eigene Sicherheit achten und einen Gehörschutz tragen, der aber dazu führt, dass sie Hintergrund- und Nebengeräusche und daher auch mögliche Rufe schlecht hören”, meint Felix Montecuccoli, Präsident der Land- und Forstbetriebe Österreichs in einer Presseaussendung. Bei einer undifferenzierten Öffnung der Forststraßen für weitere Nutzergruppen würde sich das ohnehin schon vorhandene Gefahrenpotenzial noch deutlich vergrößern.

Für die Landwirtschaftskammer geht die Forderung nach einer generellen Öffnung aller Forststraßen völlig am Bedarf vorbei. Denn sportbegeisterte Mountainbiker würden gar nicht auf Schotterstraßen, sondern querfeldein durch den Wald fahren wollen. Dagegen würden sich nicht nur die Waldbesitzer, sondern auch Wanderer und Wildtier-Experten aussprechen.