In den vergangenen Monaten hat die Zahl festgestellter Delikte und Attacken am Linzer Hauptbahnhof erneut spürbar zugenommen. Ende Jänner griffen ein Afghane und ein Iraker zusammen mit 13 weiteren Personen einen 26-Jährigen an, stahlen ihm u.a. die Geldbörse und das Handy.

Wenige Tage später wurde ein 16-Jähriger ebenfalls bedroht und beraubt. Asylwerber lieferten sich bereits im Dezember und November 2016 Messerstechereien, es gab mehrere Verletzte. Als es im Februar zu einer Pfefferspray-Attacke mit anschließender Evakuierung kam, platzte vielen Bürgern der Kragen. Der Linzer Sicherheitsreferent Detlef Wimmer mahnte konsequentere Abschiebungen der straffälligen Asylwerber bei der dafür zuständigen rot-schwarzen Bundesregierung ein. Zudem leitete Wimmer einen Sicherheitsgipfel zum Thema in die Wege. „Wenn ein Asylwerber eine Straftat, ja sogar mehrere Straftaten begeht, hat er das Recht auf Schutz in unserem Land verwirkt. Die Sicherheit der Bevölkerung muss an oberster Stelle stehen“, betonte OÖ-Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (beide FPÖ). Der grüne Integrations-Landesrat Rudi Anschober berief dagegen einen sogenannten „Runden Tisch“ ein, zu dem weder Wimmer noch Podgorschek eingeladen waren. Anschobers Fazit: Es seien mehr Deutschkurse im Umland sowie „aber auch mehr Beschäftigung und auch Sozialarbeit als Zusatzmaßnahmen“ notwendig. Erschütternd: Bei einer Schwerpunktaktion der Polizei am 15. Februar im Linzer Hauptbahnhof gab es 17 Anzeigen und eine Festnahme sowie 165 Identitätskontrollen. Zudem sollen über 50 Vorfälle aus dem Jahr 2016 nie an die Öffentlichkeit gelangt sein. Das geht laut dem oberösterreichischen Medium „Wochenblick“ aus den von der Zeitung veröffentlichten Dienstberichten eines Security-Mitarbeiters hervor. Durch die deutlich erhöhte Polizeistärke vor Ort hat sich die Lage am Hauptbahnhof inzwischen beruhigt. Eine dauerhafte Stabilisierung ist laut Experten jedoch noch nicht in Sicht.