Die Diskussion über die Neuausrichtung der GAP 2021 beginnt ab sofort. Um aus den Erfahrungen mit der Umsetzung der letzten Reform zu lernen, will die EU-Kommission diesmal einen Dialog zur Modernisierung und Vereinfachung der GAP führen. 

Unter http://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017 können noch bis zum 2. Mai Landwirte und interessierte Bürger ihre Meinung dazu äußern. Ein guter Ansatz, den es auch braucht, denn vieles liegt in der europäischen Agrarpolitik im argen. Solange jedoch die Ziele der GAP mit noch mehr Rationalisierung für günstigere Verbraucherpreise festgeschrieben sind, werden „ein paar Korrekturen“ und „an manchen Schrauben etwas drehen“ nichts Wesentliches verändern. Es fehlt das grundsätzliche Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft, die in der Lage ist, qualitativ beste Lebensmittel zu erzeugen und lebenswerte Landschaften zu erhalten. Das funktioniert aber nur, wenn die politischen Rahmenbedingungen dabei tatsächlich unterstützend wirken. Dazu braucht es eine Besinnung auf die europäischen Stärken und neue Leitplanken für bessere Preise, eine Kennzeichnung die diesen Namen auch verdient und ein Erschweren von Importen mit schlechteren Qualitäten. Nur so wird „billig“ nicht zum Standard, sondern Qualität, im Sinne von Umwelt und Gesundheit, hat wieder eine Chance. Für den Staat wäre dieser Weg unterm Strich auch günstiger. So geht‘s!

 

Ein Beitrag von Franz Graf