Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Pferdewirtschaft verschlechtern sich seit Jahren, weshalb viele Pferdezüchter vor dem Aus stehen. 

In Österreich gibt es nach Expertenschätzungen ca. 120.000 Pferde, rund 75 Prozent davon sind in landwirtschaftlichen Betrieben eingestellt. Die Pferdewirtschaft sichert rund 23.000 Arbeitsplätze und sorgt für eine Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro.

Für einen wachsenden Teil dieser Betriebe, die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Pferdezüchter (ZAP) geht von ca. 5.000 aus, stellt die gegenwärtige Rechtslage nun ein immer größeres Problem dar. Die gültige Gewerbeordnung legt fest, dass das Einstellen und Vermieten von Pferden ein untergeordnetes Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft sei. Um den unbestimmten Begriff des „untergeordneten Gewerbes“ kommt es nun immer wieder zu rigiden Urteilen von Gerichten. War noch vor wenigen Jahren ein Anteil von 40 bis 45 % „untergeordnet“, so geht der Verwaltungsgerichtshof inzwischen von nur mehr 10 % Betriebsanteil aus. Viele Betriebe übersteigen diese Grenze, was zu steuer- und gewerberechtlichen Problemen bis hin zur Betriebsschließung führen kann. Die ZAP strebt daher eine Änderung der Gewerbeordnung an.