In Zeiten wie diesen, ist es noch wichtiger einen Lehrberuf zu erlernen, als in den Jahren zuvor. Eine abgeschlossene Ausbildung, mit gleichzeitiger praktischer Berufserfahrung ist nicht nur der erste Schritt nach der Pflichtschule, sondern ein unschätzbarer Wert für das ganze Leben. Ein weiterer Vorteil: Ein geregelter, strukturierter Tagesablauf und das frühe Einkommen fördern die Selbständigkeit.

Will der junge Erwachsene sein Interesse und Wissen weiter vertiefen, ist die Möglichkeit zum Meister oder zum Studium geben. Im Segment Land- und Forstwirtschaft stehen den Jugendlichen österreichweit 15 verschiedene Lehrberufe zur Verfügung. Ob sich ein junger zukünftiger Hofübernehmer oder Hofübernehmerin für eine landwirtschaftliche Lehre oder für eine klassische Lehre, wie zum Beispiel Landmaschinentechniker, entscheidet, ist vom jeweiligen Interesse abhängig, das es individuell zu fördern gilt. Vor allem technische Lehrberufe ermöglichen es, viele Tätigkeiten am Hof selbständig durchzuführen. Das ist in Anbetracht der stetig steigenden Preise für Dienstleistungen ein interessanter Aspekt. Im Zusammenhang mit einer anschließenden Absolvierung einer land- und forstwirtschaftlichen Abendschule oder umgekehrt, zuerst eine Land- und forstwirtschaftliche Fachschule und dann eine Lehre, ist der zukünftige Hofübernehmer jedenfalls mit praktischem Sachverstand und Spezialwissen bestens ausgestattet.

 

Ein Beitrag von Helga Maislinger