Der Journalist Hans Gmeiner schrieb in der Zeitung „Blick ins Land“, dass wir auf eine Jahresgesamtleistung in Summe von 2,8 Milliarden Euro stolz sein könnten, lasse der Bauernbund wissen. Dies ist eine beachtliche Summe im Jahr, aber den Bauern geht es trotz all des Geldes nicht gut. 

In den Medien werden diese zig Millionen sehr zum Guten publiziert. Bei den 140.000 Landwirten besteht trotzdem keine euphorische Stimmung. Bei der Weiterführung des Regierungsübereinkommens wurden keine landwirtschaftlichen Sachverhalte von Rot und Schwarz zur Diskussion gebracht. Es stellt sich die Frage warum. Traut man sich die „heißen Eisen“ etwa nicht angreifen, oder Fehlen die Ideen? Oder hat die Ignoranz gesiegt und in den Augen der ÖVP-Funktionäre, die vermutlich in ihrer eigenen Welt leben, ist alles in Ordnung? Durch ihr Handeln zeigen sie zumindest, dass es scheinbar keinen Grund für Veränderungen oder neue Rahmenbedingungen gibt. In Wirklichkeit wollen die Bauern aber Lösungen, wie etwa bei den Themen Agrardiesel, Ökostromanlagen (Biogasanlagen), neue überhöhte Einheitswertbescheide, Strukturwandel in der Sozialversicherung und vielen mehr. Besonders die Sozialversicherung steht vor großen Problemen, denn immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Beitragsempfängern gegenüber. Bitte beim nächsten Plan A und B nicht auf die Probleme der Bauern vergessen. Landwirtschaft ist lebenswichtig, behandelt sie auch so!

 

Ein Beitrag von Alois Ganglmayr