Aus den Kulturlandschaften des Alpenraumes ist der Maibaum als Symbol des fünften Monats kaum wegzudenken.

In nahezu jedem Dorf und jeder Stadt ist das Aufstellen des geschmückten Stammes zusammen mit diversem Brauchtum, Musik und Volksfesten fest im Jahreslauf verankert. Der Maibaum ist ein Lebens- und Fruchtbarkeitssymbol, der sinnbildlich für alles Werden und Fruchttragen eine Lebensrute darstellt.

Wie alt ist „der Maibaum“?

Vor dem Mittelalter gibt es keine Belege für den Maibaum-Brauch, was nicht heißt, dass dieses Brauchtum nicht schon älter sein könnte. Erstmals erwähnt wurde das Maibaum-Aufstellen im Jahr 1230, wo es die Aufgabe der weltlichen oberen Bürgerschicht war, einen Baum aufzustellen und zu schmücken. Erst später übernahmen Burschengruppen diesen Brauch, wobei schon damals das Stehlrecht nach bestimmten Regeln galt! Für den Schmuck gibt es ebenfalls je nach Region feste Regeln: Oberhalb des geschälten und entasteten Stammes ist ein grüner Wipfel („Kratz‘n“, „Gressing“, „Grotz“) angebracht und zwei oder drei Kränze aus Reisig, die mit bunten Bändern geschmückt und mit Brezeln bestückt sind, hängen an seiner Spitze. In vielen Ortschaften werden auch diverse Wappenschilder oder Symbole der verschiedenen Zünfte angebracht.