Die freiheitliche Fraktion im oberösterreichischen Landtag setzt sich dafür ein, dass Biogasanlagen und Kleinwasserkraftwerke auch weiterhin gefördert werden. Dies sei nicht nur aus ökologischen Gründen notwendig, sondern auch um Oberösterreich weiterhin als innovatives Bundesland im Ökostromsektor zu platzieren. 

„Die Kleinwasser- und Biogasanlagenbranche steht kurz vor dem Aus“, sieht FP-Klubobmann Herwig Mahr dringenden Handlungsbedarf im Energiesektor. „Wir Freiheitliche setzen uns entschieden für nachhaltige und krisensichere Energie ein.“ Österreich sei ein Land, das mit Wasserkraft und anderen alternativen Energiequellen ein Großteil seines Energiebedarfes decken kann.

„Wird die Förderung der Biogasanlagen nicht verlängert, droht mindestens acht von zehn Betreibern die Schließung. Das trifft vor allem unsere innovativen oberösterreichischen Landwirte“, kämpft der freiheitliche Klubobmann gegen diese Ungerechtigkeit an, „die vor mehr als zehn Jahren Unsummen in die zukunftsweisende Biogastechnologie investiert haben. Diese Form der Energieerzeugung kann nur weiterbestehen, wenn die Laufzeit der Einspeisetarife verlängert wird.“
„Die Kleinwasserkraftwerke stützen die nachhaltige Energieversorgung in Oberösterreich. Zudem liefern die Errichtung und der Betrieb dieser Anlagen einen wichtigen Wertschöpfungseffekt und sichern Arbeitsplätze. Außerdem vermeidet die Kleinwasserkraft im Vergleich zur Stromproduktion ca. 480.000 Tonnen CO2 pro Jahr“, erwähnt Klubobmann Mahr und fordert abschließend, diese entsprechend abzusichern. „Mit dem aktuellen Marktpreis von 2,86 Cent je Kilowattstunde ist ein wirtschaftlicher Betrieb jedenfalls nicht möglich.“ Derzeit sind in Oberösterreich ca. 70 Biogasanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von ca. 12.000 kW in Betrieb. Etwa 28.000 Haushalte können mit Strom versorgt werden. Die anfallende Abwärme reicht aus, um ca. 4.600 Haushalte zu versorgen. Diese effizienten oberösterreichischen Biogas-anlagen tragen zur Deckung von Spitzen- und Dauerenergie und auch zu einer sicheren und umweltfreundlichen Energieversorgung bei. Eine 500 kW Anlage spart mehr als eine Million Liter Heizöl ein.

Ähnliches gilt auch im Bereich der Kleinwasserkraftwerke. Diese stellen zusätzlich zum Biogas einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung dar. Rund 660 Kleinwasserkraftwerke versorgen an die 210.000 Haushalte und liefern ca. 609 Mio. kWh Ökostrom ins öffentliche Netz. Im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern vermeiden sie jährlich ca. 480.000 Tonnen CO2.

Die Bundesregierung muss sich daher für einen fairen Abnahmepreis für Kleinwasserkraftstrom und Biogasstrom einsetzen. Auch ausreichend hohe Investitionszuschüsse für die Errichtung von Begleitmaßnahmen, wie z.B. Fischaufstiegshilfen, für die Kleinwasserkraft sind sicherzustellen.