Landwirte und Imker müssen besser zusammenarbeiten! Als viehhaltender, konventioneller Landwirt mit rund 50 Prozent Ackerbau und zugleich als Imker, komme ich oft ins Grübeln:

Hoffentlich schade ich mit den Pflanzenschutzmittel meinen Völkern nicht. Es ist jedoch als konventioneller Landwirt nicht immer möglich, ohne diese Mittel eine hohe Qualität zu produzieren. Mit einem ohnehin geringen Deckungsbeitrag wenigstens ein geringes Plus zu erzielen, um über die Runden zu kommen, ist eine weitere Herausforderung. Trotzdem bin ich der Meinung: Die Weißstängeligkeit (Sclerotinia) beim Raps ist auch mit einer ordentlichen Fruchtfolge unter Kontrolle zu bringen. Eine Blütenbehandlung durch Fungizideinsatz kann somit vermieden werden. Ist ein Einsatz dennoch notwendig, sollte die Behandlung am Abend bevorzugt werden. Eine Maisbeize kann und sollte man jedenfalls vermeiden. Weiters müssen viele Landwirte eine sogenannte Biodiversitätsfläche einplanen und bewirtschaften. Schikane oder begründet? Damit man die entsprechenden Gelder aus den Fördertöpfen bekommt, ist es Pflicht, eine derartige Fläche anzulegen. Wieso dann nicht gleich eine ordentliche Bienenweidemischung säen? Auch Gemeinden könnten kahl liegende Flächen in ein Paradies für Bienen und Insekten umwandeln und somit helfen, die Artenvielfalt in unserem schönen Land zu sichern. Die Imker in deiner Nähe werden es dir danken!

 

Ein Gastbeitrag von Pepi Maislinger