Der Wald ist Objekt der Datensammlung für viele interessierte Spieler geworden. Die Finanzämter, verschiedene Behörden und NGOs wissen oftmals mehr über Waldflächen als deren Besitzer. Eine Unmenge an digitalen Daten über den Wald sind inzwischen für jeden verfügbar.

Gleichzeitig machen viele Waldbesitzer die Erfahrung, dass Waldeigentum mit immer weniger Rechten verbunden ist. Sei es die jüngste Diskussion um die Öffnung von Forststraßen für Radfahrer, oder die Rücksichtlosigkeit anderer Naturnutzer, wenn es um fremdes Eigentum geht.

Anlässlich der „Jännergespräche“ in der FAST Pichl diskutierten zu diesem schwierigen Thema Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen. Die Landwirtschaftskammer war ebenso vertreten, wie etwa der Landesforstdienst der Steiermark oder andere Forstsachverständige. Vor allem das „Airborne-Laserscanning“ in Kombination mit Daten der Österreichischen Waldinventur schaffe den „gläsernen Wald“. So könne etwa das Alter und der Zustand von Waldflächen detailliert festgestellt werden, ohne den Wald betreten zu müssen.

Auch die Umweltinformationsgesetze der Länder räumen in vielen Bundesländern den Naturschutzbehörden oder von diesen beauftragten Personen (das können auch NGOs sein) das Recht ein, ohne Erlaubnis des Eigentümers Waldflächen zu betreten und Erhebungen durchzuführen. Dies ist etwa der Fall, wenn dort schützenswerte Habitate oder Ökosysteme vermutet werden. Ernüchternd: In vielen Belangen ist der Waldbesitzer inzwischen immer mehr Eigentumsbeschränkungen unterworfen.