Für die Ebelsberger war es eine vollkommen neue Erfahrung: In einem „kooperativen Planungsverfahren“ erhielten sie – gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Bauträgern – die Gelegenheit, ein neues Stadtvierteil vor ihrer Haustür aktiv mitzugestalten.

Jetzt konnte das kooperative Planungsverfahren für das neue Stadtviertel „Garten Ebel“ im Linzer Süden abgeschlossen werden. Am 27. Juni stellte Planungsstadtrat Markus Hein die Ergebnisse den Ebelsberger Bürgern, die während der gesamten Planungsphase aktiv miteingebunden wurden, in der Neuen Mittelschule 23 vor. Bebaut werden soll das Areal der ehemaligen Hiller-Kaserne sowie der angrenzenden „Sommergründe“. Für das 330.000 Quadratmeter große Entwicklungsgebiet sind vor allem hochwertige, jedoch preisgünstige Wohnflächen vorgesehen. Zudem sind 55.000 Quadratmeter für die Ansiedlung neuer Unternehmen reserviert.

„Eine moderne Stadtplanung muss auch neue Wege gehen. Ein rein kooperatives Planungsverfahren, das einen fertigen städteplanerischen Entwurf liefert, hat es in dieser Größenordnung in ganz Oberösterreich noch nie gegeben“, betont FPÖ-Planungsstadtrat Hein. Auch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) unterstützt jetzt das Projekt: „Gemeinsam soll ein neuer Stadtteil entstehen, der attraktives Wohnen mit einer durchdachten Infrastruktur sowie einer ansprechenden Grüngestaltung vereint“. Architekt Andreas Kleboth lobt: „Es wurde von Beginn an eine mögliche bauliche Entwicklung der Nachbargrundstücke mitgedacht und für eine langfristige Vernetzung mit Alt-Ebelsberg und der Innenstadt vorgesorgt.“ Auch GIWOG-Direktor Wolfgang Modera überzeugte das Gesamtkonzept: „Das Kooperative Verfahren war als Prozess auch deshalb erfolgreich, weil alle Beteiligten gemeinsam an der bestmöglichen Lösung gearbeitet haben.“