Landesrat Elmar Podgorschek zeigte die Situation der OÖ-Trinkwasserversorgung durch Hausbrunnen auf. Dabei stellte sich heraus, dass unser Bundesland mit einem Anschlussgrad an gemeinsame Wasserversorgungsanlagen von zirka 82% den bundesweit niedrigsten Anteil aufweist. 18% der Oberösterreicher beziehen ihr Trinkwasser aus oberösterreichweit rund 90.000 Hausbrunnen.

Im Rahmen der Aktion „Für unser Trinkwasser unterwegs“ der Abteilung Grund- und Trinkwasserwirtschaft wurden im Jahr 2016 rund 1.430 Hausbrunnenbesitzer hinsichtlich des bautechnischen Zustandes ihres Brunnens beraten. Dabei zeigte sich, dass in bakteriologischer Hinsicht nur rund 44% der analysierten Hausbrunnenwässer als Trinkwasser einzustufen sind. In bautechnischer Hinsicht weisen nur etwas mehr als ein Drittel der begutachteten Brunnen keine Mängel auf. Während öffentliche Wasserversorgungsanlagen einem strengen Reglement unterliegen, liegt die Qualitätssicherung bei Hausbrunnen weitestgehend in der Eigenverantwortung der Hauseigentümer.