Es sind schwierige Zeiten für viele Waldbesitzer in Oberösterreich. Seit zwei Jahren gibt es in vielen Gegenden starke Borkenkäfer-Kalamitäten, die einen erhöhten Anfall an Schadholz zur Folge haben. Dazu kam speziell im heurigen Jahr auch noch ein Sturmereignis, das den Anfall von Schadholz noch erhöhte. Nun befinden sich die Waldbesitzer am Rande der Leistungsfähigkeit.

Doch nicht nur das Schlägern und Aufarbeiten der Kalamitäten erfordert einen hohen Arbeitseinsatz, auch die Unmöglichkeit, den wirtschaftlichen Schaden einigermaßen zu kompensieren, belastet die Betroffenen. Vor allem die Tatsache, dass der gesättigte Holzmarkt derzeit kein Holz abnimmt und daher etliche Festmeter in den Wäldern liegen bleiben und nicht abgeholt werden, verschärft die Situation.

Die FB fordert daher die größtmögliche Unterstützung der betroffenen Waldbesitzer. Nicht nur Fördermittel für den ländlichen Raum können hier helfen, sondern auch eine Unterstützung aus dem Katastrophenfonds auch bei Borkenkäfer-Kalamitäten. Denn für die Betroffenen entwickelt sich der Borkenkäfer in den letzten zwei Jahren durchaus zur Katastrophe. Um die Schadholzkrise unserer Waldbesitzer schnellstmöglich abzumildern sind aber nicht nur finanzielle Mittel notwendig, sondern ein umfassendes Krisenmanagement der Politik und des Forstdienstes. Die heimische Holzindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und verdient unsere Unterstützung.

Ein Beitrag von Rudolf Dilly