Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere steht auf und handelt. 30 Jahre ÖVP-Landwirtschaftsminister reichen, denn die sogenannten Bauernvertreter haben genug Schaden angerichtet.

Freiheitliche Landwirtschaftspolitik steht vor allem für strukturerhaltende Landwirtschaft, die den Arbeitsplatz Bauernhof sichert. Die ÖVP redet gerne von einer „flächendeckenden Landwirtschaft“, aber es ist auch flächendeckend, wenn einige wenige Betriebe die Flächen bewirtschaften. Es ist aber gerade im ländlichen Raum nötig, die Strukturen zu erhalten, um die Arbeitsplätze zu sichern.

Wir brauchen auch eine Fairness-Offensive in der Landwirtschaft. So sollte die Betriebsprämie nicht in die Berechnung des Einheitswertes einbezogen werden. Stattdessen sollte der Einheitswert an den Grünen Bericht gekoppelt werden, so dass bei einem Einkommensrückgang auch der Einheitswert sinkt. Fairness bedeutet aber auch, dass Fördergelder und Ausgleichzahlungen wieder bei den Bauern ankommen. Daher darf es keine Agrarförderungen an öffentliche Institutionen oder an Vereine mehr geben.

Wichtig ist außerdem eine ordentliche Produktkennzeichnung. Denn wo Österreich draufsteht muss auch 100 Prozent Österreich drin sein. Dies sind nur einige der Maßnahmen, die mir als Bauernvertreter wichtig sind. Es gilt wieder Agrarpolitik mit Hausverstand zu machen. Dafür stehe ich!

Ein Gastbeitrag von Peter Schmiedlechner