Bereits Sebastian Kurz‘ Glückwünsche zum umstrittenen islamischen Blut-Opferfest „Eid al-Adha“ weckten Kritik. Bei dem traditionellen, feierlich begangenen Ritual sterben weltweit tausende Tiere jährlich einen zumeist sehr qualvollen Tod, da sie in der Regel ohne Betäubung verbluten müssen.

Jetzt wurde zudem öffentlich, dass das Versprechen des ÖVP-Außen- und Integrationsministers, die Balkanroute sei für illegale Asylwerber geschlossen worden, offenbar nicht zutreffend ist. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil erklärte Mitte September in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“: „Die Balkanroute ist immer noch nicht gänzlich geschlossen.“  Er gehe davon aus, dass von insgesamt 12.000 Migranten, die heuer in Österreich Asyl beantragt hätten, rund 8.000 über die berüchtigte Balkan-Route gekommen sein.

Die meisten der Asylwerber hätten dabei die Route über Rumänien und Bulgarien in Richtung Slowakei gewählt. Pikant dabei: Noch Anfang diesen Jahres hatte Kurz in einem Interview mit der deutschen „ARD“ bekräftigt: „Die Schließung der Balkanroute hat funktioniert.“ Doch nun widersprechen Asyl-Experten dieser Einschätzung. Zunehmend würden Schlepper Ausweichrouten über das Schwarze Meer Richtung Rumänien suchen.

Die Regierung des Balkan-Staats warnt, dass der Flüchtlingsstrom erneut stark ansteigen würde, die rumänische Küstenwache griff im September hunderte Asylwerber auf. Entlang der zentralen Mittelmeer-Route lässt hingegen der Migrationsdruck langsam nach. Zu verdanken sei dies laut Medienberichten in erster Linie der libyschen Küstenwache, die jetzt entschlossen gegen Schlepper an der eigenen Küste vorgeht, die illegale Einwanderer zur Rückreise auffordert und deren Boote verbrennt.

Die Zahl der im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlinge ist seitdem spürbar zurückgegangen und tendiert gegen Null. Gestiegen ist dagegen die Zahl der illegalen Einwanderer, die über Marokko und Spanien den Weg nach Europa wählen.