Der unglückliche Vorfall der Gülle-Einleitung in die Kleine Gusen Anfang August zeigt deutlich, dass eine unsachgemäße Lagerung von Gülle eine enorme Gefahr für unsere Umwelt darstellt.

Ein solcher Fall zeigt zudem einmal mehr, dass mehr Aufklärungsarbeit und auch mehr Unterstützung für unsere Landwirte notwendig sind. Uns allen muss der gute Zustand unserer Gewässer auch langfristig ein Anliegen sein. Solche fluss­ökologischen Katastrophen wie in Neumarkt im Mühlkreis dürfen sich zukünftig nicht mehr wiederholen.

Da sich viele landwirtschaftliche Flächen in der Nähe von Gewässern befinden, muss die landwirtschaftliche Produktion mit dem Naturschutz in Einklang gebracht werden. Dazu bedarf es bestimmter Maßnahmen wie etwa das Einhalten von festgelegten Düngemengen oder dem Anlegen von Grünstreifen entlang der Gewässer.

Vor allem aber bei der Lagerung und beim Umgang mit Gülle ist besondere Vorsicht geboten. Bei richtiger Anwendung ist die Gülledüngung genauso gewässerschonend, wie die Düngung mit Mineraldünger. Die gesetzlichen Vorgaben zum Gewässerschutz in Österreich sind jedenfalls ausreichend. Es ist also vor allem an all jene zu appellieren, die mit Gülle und anderen Düngern umgehen, alles zu tun, um eine sichere Handhabung und Lagerung zu gewährleisten. Alle, die durch ihre berufliche Tätigkeit mit dem Schutz unserer Gewässer zu tun haben, müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

Ein Gastbeitrag von KommRat Elmar Podgorschek