Es ist Aufgabe der EU und des österreichischen Staates, Wirtschaftspolitik auch in Sachen der Landwirtschaft zu betreiben, um Preise für Agrarrohstoffe im rechtlichen und sozialen Rahmen für die Landwirtschaft zu schaffen.

Eine freie Preisgestaltung nach Angebot und Nachfrage hat eine Preisschwankung für Agrarrohstoffe von 30-40 Prozent zur Folge. Marktfruchtbetriebe als auch Rinder-, Schweine- und Milchbetriebe, haben in den letzten Jahren in Österreich nicht annähernd Preise erzielt, die die Erhaltung der Bauernhöfe langfristig sicherstellt. Und dennoch wurden die Einheitswerte erhöht. Nach der derzeitigen Rechtslage sind die neuen land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte seit 1. Jänner 2017 in der bäuerlichen Sozialversicherung wirksam. Nach wie vor gibt es Verzögerungen bei der Versendung der Einheitswertbescheide, bei der Datenzusammenführung und anderen EDV-Anpassungen.

Auch die schwierigen Verhältnisse des Wirtschaftsjahres 2017 mit Dürre, Sturmereignissen und den Borkenkäfer-Kalamitäten, sollten Beachtung finden. Als logische Konsequenz fordern wir Freiheitliche Bauern deshalb die zuständigen Bundesminister erneut auf, eine Verschiebung der Wirksamkeit der neuen Einheitswerte auf 1. Jänner 2018 zu veranlassen. Damit soll eine rückwirkende Nachverrechnung von Sozialversicherungsbeiträgen weitgehend vermieden werden. Ob diese Resolution nach Wien geschickt werden kann, hängt vom Stimmverhalten in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer OÖ ab.

Ein Beitrag von Alois Ganglmayr