Die Nächte werden länger und die Tage kürzer. Eines der vielen Anzeichen für den bevorstehenden Winter. Die 550 Winterdienstmitarbeiter in Oberösterreich sind bereits in den Startlöchern, denn in den 31 Straßenmeistereien hat man sich schon während des Sommers auf den Winterdienst vorbereitet.

Der Winter auf den oberösterreichischen Straßen geht weit über die Salzstreuung hinaus. Winterdienst bedeutet mit den modernsten Techniken in die Zukunft zu schauen, um auf alles vorbereitet zu sein. Nur so kann auch bei schlechter Witterung die Verkehrssicherheit auf unserer Straßeninfrastruktur aufrechterhalten werden. Das Auftausalz zur Bekämpfung von winterlicher Straßenglätte wurde bereits in den Sommermonaten eingelagert. In 105 Silos bzw. sechs Lagerhallen befinden sich rund 45.000 Tonnen Streusalz. Engpässe sind durch automatische Nachbestellungen nahezu ausgeschlossen. Diese Silos sind in den Straßenmeistereien oder außerhalb an neuralgischen Stellen verkehrsgünstig positioniert.

Durch die Positionierung der Silos und eine optimale Planung der Winterdienstrouten ist sichergestellt, dass die Streufahrzeuge ohne größere Anfahrtswege schnell wieder Streusalz nachfüllen können. Alle Silos werden über ein hochentwickeltes Silomanagementsystem gesteuert, dass nicht nur alle Befüllungen und Entnahmen überwacht und richtig verbucht, sondern auch automatisch Salz nachbestellt. Sobald der Füllstand eines Silos um 30 Tonnen abgesunken ist, wird automatisch eine entsprechende Nachbestellung generiert und elektronisch an den jeweiligen Streusalzlieferanten übermittelt. Innerhalb von 72 Stunden wird diese Bestellung angeliefert und der Silo wieder voll befüllt. Der Winter war bisher nur in höheren Lagen spürbar.

Seit Ende Oktober wurden bisher lediglich 120 Tonnen Streusalz verbraucht. „In den kommenden Monaten ist wieder mit winterlichen Fahrverhältnissen zu rechnen. Die Winterreifenpflicht gilt bereits seit 1. November und wir appellieren an alle Autofahrer, rechtzeitig die entsprechenden Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit zu treffen“, so Steinkellner abschließend.