Da er nur alle drei Jahre erscheint, wurde der Oberösterreichische Grüne Bericht 2017 mit gewisser Ungeduld erwartet. Allein die Eckdaten zeigen schon die dramatische Entwicklung: in den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Betriebe von 50.000 auf 31.000 zurückgegangen.

Davon sind nur mehr 24.000 an Invekos teilnehmende Betriebe. 19.500 Betriebe nehmen am Umweltprogramm ÖPUL teil und 4.400 wirtschaften biologisch. Die durchschnittliche Einkommensentwicklung von 2012-2015 kann auch kein noch so wortgewandter Agrarvertreter schönreden: Minus 40 Prozent! Für 2016 scheint nun ein Plus von zehn Prozent auf. Das heißt in absoluten Zahlen: 25.800 Euro Jahreseinkommen abzüglich der SV-Beiträge. Dazu ist zu erwähnen, dass ab 2016 die Umsatzgrenzen der teilnahmeberechtigten Betriebe verdoppelt wurden.

Wäre das nicht geschehen, wären nur 20.500 Euro Einkommen pro Betrieb herausgekommen. Also in absoluten Zahlen auf jeden Fall geschönt. Alle die jetzt noch sagen „Weiter so! Wir sind auf dem richtigen Weg“, disqualifizieren sich von selbst. Ergreifen wir die letzte Chance für einen Richtungswechsel! Für eine struktur­erhaltende Landwirtschaft, im Gegensatz zur Worthülse „flächendeckende Landwirtschaft“! Dazu gehört: Eine stärkere Förderung der kleineren Betreibe. Eine klare und durchgängige Kennzeichnung ermöglichen. Und die Förderung einer Regionalisierung z. B. beim Eiweißanbau oder Vermarktungszentren in der Region.