Der allgemeine Preisverfall bei Schweinefleisch in den letzten Jahren hat auch zu Rückgängen in der Schweineproduktion geführt. In Oberösterreich werden mehr als ein Drittel der österreichischen Schweine gehalten.

Aus dem aktuellen Grünen Bericht geht hervor, dass es in den letzten Jahren zu einem massiven Einbruch in der oberösterreichischen Schweineproduktion gekommen ist. Allein beim Mastschweinebestand ist die Anzahl um 30.000 Tiere zurückgegangen. Im Jahr 2015 lag man noch konstant bei etwa 750.000 Schweinen. Gleiches gilt übrigens auch für die Hühnerfleischproduktion, bei der der Selbstversorgungsgrad bereits seit Jahren immer weiter zurückgeht. Mittlerweile können in Oberösterreich nur mehr zwei Drittel des Verbrauchs aus Eigenproduktion gedeckt werden.

Die bevorstehenden vollen Arbeitswochen, die Nachfrage der Wurst- und Schinkenfabrikanten Richtung Weihnachtsgeschäft und der stark attraktiven Frischfleischangebote in Supermärkten dürften zwar kurzfristig eine leichte Entspannung und Preisstabilisierung bringen, im Gesamtjahresvergleich der vergangenen Jahre ist der Abwärtstrend aber unübersehbar. Die heimische Nachfrage wird daher zunehmend über EU-Importe gedeckt. Ob sich am Kaufverhalten der heimischen Konsumenten hin zu österreichischem Schweinefleisch etwas ändern wird, bleibt ungewiss.