Die Diskussion um das Insektensterben wird vor allem in deutschen Medien derzeit heftig geführt. Eine Studie sorgte jüngst für Wirbel, in der Hobby-Ökologen und Statistiker einen Rückgang der Fluginsektenmasse in Naturschutzgebieten seit 1989 von rund 75 Prozent festgestellt haben. Während nun vor allem Naturschutz-NGOs die Studie nutzen, um gegen „die Bauern“ und gegen Herbizide und Pestizide zu wettern, kritisieren andere die wackelige Datengrundlage der Studie.

So kritisiert etwa der Dortmunder Statistikprofessor Walter Krämer die Studie vor allem weil Naturschutzgebiete zum einen keine repräsentativen Aussagen für Agrarflächen zulassen. Zum Anderen hätten die Forscher immer wieder die Probenstandorte gewechselt, weshalb das Datenmaterial nicht brauchbar sei. Unstrittig dürfte aber sein, dass vor allem die Ausbreitung von Monokulturen auf immer größeren Ackerflächen ohne Grünstreifen den Insektenbestand immer mehr zurückgehen lassen.