Bereits zum 27. Mal fand der politische Aschermittwoch der FPÖ in Ried statt. Es ist damit zur Tradition geworden, sich in der Jahnturnhalle zu treffen, um bei Bier und Heringsschmaus die Fastenzeit zu beginnen und deftigen Reden zu lauschen.

Auch heuer versammelten sich rund 2.000 Menschen in der ausverkauften Turnhalle und wollten FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner und Bundesparteiobmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hören. Zahlreiche Ehrengäste besuchten das Innviertel. Unter anderem etwa die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller, Staatssekretär Hubert Fuchs, die beiden Landesräte Elmar Podgorschek und Günther Steinkellner sowie zahlreiche Mandatare aus allen Bundesländern, so etwa die Wiener FP-Stadträtin Ursula Stenzel.

Identität bewahren

Nach der Begrüßung durch den Rieder „Hausherrn“ Landesrat Podgorschek war Manfred Haimbuchner am Wort und stellte sogleich klar: „Unsere Kinder sind unsere Erben und sonst niemand. Gäste, die sich gut verhalten – unabhängig ihrer Religion, ihres Aussehens, ihrer Herkunft – werden wir gut und mit Respekt behandeln. Die Erben dieses Österreichs – unserer Heimat – sind aber unsere Kinder und sonst niemand. Für unsere Kinder regieren wir und passen auf unser Land auf. Auf Europa, auf die Staatsgrenzen, auf die Nicht-Integrationswilligen, auf das Geld, auf die Gemeinden, auf die SPÖ und ein bisschen müssen wir auf die Türkis-Schwarzen aufpassen, dass sie den rechten Weg nicht verlieren.

Kritik an ORF

Auf manche grüne Schwammerl müssen wir nicht mehr aufpassen, das macht der Pilz, der sich moralisch entsexualisiert hat. Aber auf den ORF müssen wir aufpassen, dass die nicht wieder das Gegenteil von der Realität berichten“, stellt Haimbuchner klar. „Am Schneidetisch des ORF wird die Wahrheit in so kleine Stücke geschnitten, dass nichts mehr von ihr übrig bleibt. Ein Ende der GIS-Gebühren bedeutet auch ein Ende der verdrehten Realität.“ „Genial gestartet ist ja auch der Meister des linksintellektuellen Slimfits und begnadete Pizzabäcker Kern“, bezeichnet Haimbuchner den roten Oppositionspolitiker „als Reserve-Schulz und Wunderwuzzi der SPÖ.“ Kern habe aus seiner Zeit bei den Bundesbahnen „die Kunst der Entgleisung mitgebracht und jetzt ist er am Rangierbahnhof gelandet. Jetzt kann er mit den anderen Marxisten Postenschacher, Dienstwagen-DKT und Funktionärs-Mikado spielen.“

„Gut Aiderbichl der SPÖ“

Es sei sinnlos, sich weiterhin mit Kern zu beschäftigen, der ja nur noch eine politische Comicfigur neben dem innenpolitischen Hauptprogramm ist. „Und bei der ehemaligen ÖBB-Kern-Truppe räumen wir auf“, dankt Haimbuchner dem FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer, der den ÖBB-Aufsichtsrat „von schlecht qualifiziert auf hoch qualifiziert umstellt.“ Brigitte Ederers weinerliche Abschiedsvorstellung sei eine erbärmliche Aufführung der „Vereinigten-SPÖ-Bühnen“. „In Wahrheit sucht sie noch den ‚Ederer-Tausender‘, bevor sie den aufgetauchten ‚Ederer-Tausender‘ gefunden hat, wechselte sie aber ins Gut Aiderbichl der SPÖ Wien – in die Siemens.“

Nervöse Linke

Die nervöse politische Linke führe eine Schlacht um Ämter und Personen. „Das wird euch nicht retten, nicht in Wien, nicht in Oberösterreich und nicht in Österreich. Auf euch liebe Linken in Österreich, die ihr euch auf der Titanic befindet, wartet der freiheitliche Eisberg“, kündigt Haimbuchner an, „dass wir Freiheitlichen noch härter arbeiten werden für unsere Heimat, für unsere Republik, für die Zukunft unserer Kinder. Unser gemeinsamer Weg ist noch lange nicht zu Ende.“

„Dem ORF glaub ich nicht einmal mehr die Uhrzeit“

Auch Vizekanzler Strache sparte nicht mit Kritik am ORF: „Mich wundert es nicht mehr, wenn Leute sagen: Dem ORF glaub ich nicht einmal mehr die Uhrzeit.“ Offenbar „dürfen einige Redakteure ihre politischen Vorlieben ungeniert ausleben.“
Im Hinblick auf die Regierungsarbeit stellte Strache klar: „Vor uns liegt noch ein weiter Weg, ein harter Weg. Aber so, wie wir die Oppositionsrolle gemeistert haben, werden wir auch die Regierung meistern!“