Ungerechtigkeit hat einen Namen: der neue Einheitswert. Aber mit dem im Jänner eingebrachten Initiativantrag zu seiner Wirksamkeit für die SVB-Beiträge, folgt ein vernünftiger Zwischenschritt.

Wie in etlichen Kammerresolutionen einstimmig von der Vollversammlung gefordert, soll der neue Einheitswert nicht wie nach derzeitiger Rechtslage per 1.1.2017 für die SVB-Beiträge wirksam sein, sondern erst ab 1.4.2018. Außerdem sollen die Härtefälle, jene Betriebe, die mit einer mehr als zehnprozentigen Erhöhung konfrontiert wurden, aus einen 15 Mio. Euro Topf eine Teilrückerstattung erhalten.

Ein richtiger Ansatz. Oft braucht es in der Politik einen Ruck, oder einen Regierungswechsel, um etwas weiter zu bringen. Seit Jahren fordern wir Freiheitlichen Bauern eine Leistungsangleichung für die Versicherten in der SVB. Die Liste der Erklärungen warum das nicht durchführbar sei, war bis vor kurzem fast endlos. Jetzt, wo die Zusammenlegung mit der gewerblichen Versicherung im Regierungsprogramm festgehalten wurde und mit erhöhten Druck vorangetrieben wird, heißt es, die Harmonisierung der Versicherungsleistungen ginge schon, aber das Zusammenlegen bringe nur Nachteile.
Noch offensichtlicher wird einem selten vor Augen geführt, dass es für ein Umdenken einen hohen Druck und die richtige Zeit braucht. Ein Ansatz, der mich im landwirtschaftlichen Umfeld hoffen lässt.