Der heimische Agrar-Außenhandel konnte sich im vergangenen Jahr weiter signifikant steigern. Satte sieben Prozent plus im Vergleich zum Vorjahr bedeuten eine Steigerung wie schon seit 2010 nicht mehr.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 Lebensmittel und Agrarwaren im Wert von knapp 11,11 Mrd. Euro exportiert. Dem Export stehen Importe von 12 Mrd. Euro gegenüber. Damit ist auch das Außenhandelsdefizit mit knapp 900 Mio. Euro so gering wie schon lange nicht mehr.

Die wichtigsten Produktgruppen im Agrarexport waren im Jahr 2017 alkoholfreie Getränke (18 %), Fleisch und Fleischprodukte (14 %), sowie Milch und Milchprodukte (11 %). Frisches und zubereitetes Obst und Gemüse sowie Backwaren folgen in der Reihung mit jeweils neun Prozent. Besonders bei der Ausfuhr von Milchprodukten gab es eine Erfolgsgeschichte: Seit dem EU-Beitritt Österreichs steigerte sich der Export in diesem Feld um 544 Prozent. Mehr als ein Drittel der weltweiten Agrarexporte Österreichs geht nach Deutschland. Insgesamt wurden zum nördlichen Nachbarn Agrarwaren im Wert von 3,9 Mrd. Euro exportiert. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent. Die exportierte Menge stieg um knapp sechs Prozent auf 3,2 Mio. Tonnen.

Italien steht als Handelspartner im Export mit einem Warenwert von 1,3 Mrd. Euro an zweiter Stelle. Erstmals seit 2014 steigert sich das Exportplus wieder mit einem Außenhandelsüberschuss von 44 Mio. Euro.

Der drittwichtigste Export-Handelspartner für Österreich sind die USA. Dieser Markt verzeichnete im Jahr 2017 einen weiteren Zuwachs um 15 Prozent, der zum großen Teil auf alkoholfreie Getränke zurückzuführen ist. Die zehn umsatzstärksten Zielmärkte nehmen rund drei Viertel der gesamten Agrarexporte ein und liegen – bis auf die USA – alle im europäischen Raum.