Landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Weiden sind als Auslauf für Hunde ungeeignet! Sowohl in Ballungszentren als auch im ländlichen Raum sorgen Auslaufflächen für Hunde für Konfliktstoff zwischen Hundebesitzern und Landwirten.

Das Problem: Hundekot kann mit dem Erreger „Neospora Caninum“, besser bekannt als „Neosporosa“ infiziert sein. Nehmen Nutztiere diesen Erreger über ihr Futter, beispielsweise Heu oder Gras auf, so steigt die Sterberate für ungeborenes Leben im Mutterleib drastisch an. Der finanzielle Schaden für Landwirte durch Todgeburten kann nicht bestritten werden. Hundebesitzer sind von dieser Gefahr kaum informiert, das muss sich dringend ändern! Sie sind daher angehalten, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden. Doch auch Landwirte die Hofhunde halten, sollten ihre Tiere in regelmäßigen Abständen auf den Erreger untersuchen lassen. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, dass man auf einer fremden Wiese nicht machen kann was man will.

Als Landwirt und Naturliebhaber möchte ich jedoch keinem Hundebesitzer verbieten, unsere schöne Landschaft und Natur zu genießen. Es braucht daher einen Denkanstoß und sachliche Information, um das Bewusstsein der Hundebesitzer zu schärfen und Konflikte zu reduzieren. Eines muss dabei für jeden klar sein: Die eigene Freiheit hört immer dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt!

Ein Kommentar von Josef Maislinger