In die Diskussion rund um die Auswirkungen des Wolfseinflusses in OÖ ist inzwischen Bewegung gekommen. Seit 2012 gibt es einen bundesländerübergreifenden Wolfsmagagementplan, für dessen Umsetzung Landesrat Max Hiegelsberger zuständig ist.

Bei 33 Wolfsichtungen im Jahr 2016 und einem Schaden von 29 Nutztieren, sieht Hiegelsberger derzeit trotzdem keine Notwendigkeit, den Wolf zu bejagen. Stattdessen setzt man auf Entschädigungen für die Betroffenen und auf „Abschreckung“ des Wolfes. „Wir brauchen Spielregeln, damit Sicherheit und Schutz gewährleistet sind und gleichzeitig die Freilandhaltung landwirtschaftlicher Nutztiere sicher möglich ist“, sagte der Landesrat anlässlich einer Pressekonferenz.

Ähnlich äußerte sich Landesjägermeister Sepp Brandmayr: „Wir Jäger haben kein Interesse daran, den Wolf zu bejagen.“ Aber die Politik müsse darüber nachdenken, ob man mit dem absoluten Schutz des Wolfs auf dem richtigen Weg sei, wenn die Schäden in der Landwirtschaft stark zunehmen. Dann müsse man regulierend einzugreifen.