Von Russland über das Baltikum breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter aus und neben Polen wurde die Krankheit auch im tschechischen Zlin, etwa 80km nordöstlich von Österreich festgestellt. Höchste Zeit also, sich auf die Eindämmung der Krankheit vorzubereiten.

Erstmals wurde die Krankheit 1921 in Kenia beschrieben und ist in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. Mitte der 1950er-Jahre gelangte die ASP nach Portugal, dann nach Frankreich, Belgien und wieder 1994 nach Portugal und Spanien. Alle Ausbrüche der Krankheit in diesen Gebieten konnten – teils unter größten Schwierigkeiten – bekämpft werden. Der Erreger der ASP, das Virus aus der Familie Asfarviridae ruft bei Wild- und Hausschweinen eine schwere Krankheit hervor – auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt der Tiere untereinander. Dabei sind auch die Kadaver verendeter Tiere über Wochen hoch infektiös, was auch für Maden und andere Insekten gilt, die den Kadaver zersetzen.

Eine Behandlung von infizierten Hausschweinbeständen ist mangels Impfstoff nicht möglich. Daher kommen zumeist nur rigorose Maßnahmen der Behörden bei einem Ausbruch in Frage. Bezüglich der Wildschweinbestände gilt für die Jagd eine konsequente Bestandesreduzierung beim Schwarzwild und das rasche Entfernen von Fallwild aus dem Wald.

Die tschechischen Behörden in Zlin installierten an den Außengrenzen des ca. 40km2 großen betroffenen Gebietes Duft- und Elektrozäune, um ein Auswechseln der Wildschweine bestmöglich zu verhindern. Ein Betretungsverbot für Wälder und ein Jagdstopp wurde in der inneren Gefährdungszone kurzfristig verhängt, um das betroffene Schwarzwild nicht zu beunruhigen. Dafür wurde rund um das Gebiet eine Pufferzone geschaffen, in der eine rigorose Bejagung stattfindet. Mit einem Abschussgeld sollen Jäger zusätzlich motiviert werden, den Schwarzwildabschuss zu forcieren.