Der Frühling 2018 war der zweitwärmste seit der Messgeschichte. Was die Freibadgeher freut, entwickelt sich für die Land- und Forstwirtschaft zu einer Katastrophe. Die Bundesregierung hat bereits Hilfe zugesagt.

„Der Mai 2018 brachte große Unterschiede bei den Regenmengen, mit einem starken Süd-Nord-Gefälle. In Unterkärnten und in der südlichen Steiermark regnete es bis zu 75 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Mai. In Oberösterreich und im Flachgau fiel dagegen um bis zu 80 Prozent weniger Regen als im Durchschnitt“, so die ZAMG. Zwei Drittel des Bezirks Braunau, Ried, Schärding und Grieskirchen sind von der Trockenheit besonders betroffen. Den landwirtschaftlichen Nutzflächen drohen gewaltige Schäden.

 

Die magere Ernte und die geringere Futterqualität werden für viele Betriebe Futterzukäufe notwendig machen und die finanzielle Lage der Betriebe weiter verschärfen. Auch im Wald brennt der Hut: „Von der Trockenheit besonders betroffen sind die Wälder im Zentralraum, im Mühlviertel, aber auch im Innviertel“, sagt Landesforstdirektorin Elfriede Moser: „Durch die Trockenheit haben die Bäume weniger Saft. Nur bei ausreichender Wasserversorgung sind die Bäume in der Lage, den Borkenkäfer sozusagen im Pech zu ertränken.“ Bei einem Befall müssen die Bäume schnellstmöglich aus dem Wald transportiert werden, der Erlös ist gering und der Bestandesschaden ist enorm. Die Bundesregierung hat bereits ein Unterstützungspaket geschnürt.

 

Dieser Artikel erscheint in der Printausgabe 05/06 2018 vom 15.06.2018