Bauern entlasten – Heimische Landwirtschaft unterstützen

Antrag der FPÖ Oberösterreich beim Bundesparteitag

Beim Bundesparteitag in Graz stellte die FPÖ Oberösterreich einen richtungsweisenden Antrag für die heimische Landwirtschaft. Demnach verpflichtet sich die FPÖ mit ihrer Politik für eine umfassende Entlastung der heimischen Landwirtschaft einzutreten.

Dazu zählen bürokratische Entlastungen u. a. bei Verordnungen und Gesetzen, aber auch finanzielle Maßnahmen, wie eine Überarbeitung der Einheitswertregelung oder der Beitragsgestaltung für die Sozialversicherung.


Die FPÖ legt mit diesem Antrag ein klares Bekenntnis zur österreichischen Landwirtschaft ab und anerkennt ausdrücklich die Arbeit unserer Bauern. Die Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ist eine der wichtigsten Aufgaben der Landwirtschaft. Darüber hinaus leisten unsere Bauern aber auch in zahlreichen anderen Gebieten unserer Gesellschaft Herausragendes: Im Umwelt- und Naturschutz ebenso, wie etwa in der Pflege unserer Kultur und unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Dieses Bewusstsein auch in der Bevölkerung zu stärken, ist der Freiheitlichen Partei Österreichs ein wichtiges Anliegen.
Unsere heimische Landwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die Ernährungssicherheit und die Versorgung der Österreicher mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Unsere einmalige Kulturlandschaft und unsere gesunden Lebensmittel wären ohne unsere Bauern nicht denkbar. Auch in der Kulturpflege und für den sozialen Zusammenhalt leisten unsere Landwirte in den dörflichen Strukturen einen wertvollen Beitrag. Diese Errungenschaften sind vor allem auf die kleinstrukturierte und oft auf Familienbetriebe gestützte Landwirtschaft zurückzuführen.


Doch unsere österreichische Landwirtschaft steht seit Jahren unter Druck. Seit dem EU-Beitritt 1995 hat sich die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe österreichweit um 32 Prozent verringert (seit 1960 sind es 60 Prozent weniger Betriebe). Bis zum Jahr 2025 prognostiziert die Landwirtschaftskammer Österreich einen Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe um ein weiteres Drittel.
Die falsche Agrarpolitik der EU, der Druck des Weltmarktes und der durch verschiedene Umstände zunehmend unattraktiv werdende Beruf des Landwirtes sorgen – neben vielen weiteren Gründen – für immer mehr Betriebsschließungen. Die stagnierenden oder sogar gesunkenen Deckungsbeiträge aus den Produktionen und der steigende Aufwand für Betriebsmittel sprechen ebenfalls für eine dringende Entlastung der landwirtschaftlichen Betriebe und einer Erhöhung der Wertschätzung für die wichtige Arbeit unserer Bauern.
Die Politik ist in den nächsten Jahren gefordert, mit Maßnahmen auf nationalstaatlicher und europäischer Ebene gegenzusteuern, damit unsere Bauern auch weiterhin eine Zukunft haben.