Europas Bauern sterben

In der Europäischen Union gibt es 10,84 Millionen landwirtschaftliche Betriebe (Eurostat, 2013). Das bedeutet, dass nur 2,15 % der Gesamtbevölkerung die Produktion und somit die Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln sicherstellen. In den Jahren 2003-2013 ging die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU-28 um mehr als vier Millionen zurück.

In nur zehn Jahren haben demnach mehr als ein Viertel der Bauern den Betrieb eingestellt. Die Slowakei führt diese negative Statistik an: hier haben 67,1 % der Bauern aufgegeben, gefolgt von Bulgarien (-61,8 %), Italien (-48,6 %), Estland (-47,9 %), der Tschechei (-42,6 %) und Deutschland (-30,9 %).

Die durchschnittliche Fläche pro Betrieb liegt in der EU bei 16,1 ha. Die Top 10 in der Länderreihung sind: Tschechische Republik (133 ha), Vereinigtes Königreich (93,6 ha) und Slowakei (80,7 ha), Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Deutschland, Estland, Schweden und Finnland. Österreich liegt mit durchschnittlich 19,4 ha auf Platz 17.

Mehr Großbetriebe?

Besonders interessant ist die Veränderung der durchschnittlichen Fläche pro Betrieb. In zehn Jahren ist diese in Bulgarien um 315,91 % gestiegen, in der Slowakei um 170,81 %, in Estland um 131,02 %, in Lettland um 94,92 % und in Litauen um 81,52 %. Diese Länder finden sich ebenso in der Liste der Top 10 der Nettoempfänger in der EU. Auch die junge EU-Mitgliedschaft eint sie.